Bern, Basel, Chur und Zürich
Ansa Sauermann bringt deutsche Texte auf die Bühne, die zwischen Zärtlichkeit und Wut pendeln, getragen von einer Band, die jederzeit vom Flüstern in den Rausch kippen kann. Ich durfte seine Schweizer Tour begleiten und war in Bern, Basel und Zürich mit der Kamera dabei.
Jeder Abend hatte sein eigenes Licht und seine eigene Energie. Was blieb, war die Nähe. Sauermann sucht den Blickkontakt, öffnet sich dem Publikum, und genau dort entstehen die Bilder, die ich liebe. Der Moment kurz vor dem lauten Refrain. Die Hand, die nach dem Mikrofonständer greift. Die Stille zwischen zwei Liedern, in der man die ganze Halle atmen hört.
Licht ist für mich Werkzeug, nicht Hindernis. Ich warte auf den Scheinwerfer, das Gegenlicht, den farbigen Kegel und baue das Bild um diesen Moment. Mich interessiert die Energie, die Bewegung, der Ausbruch, und ich fotografiere aus der Nähe, als Teil des Geschehens. So zeigen diese Bilder nicht, wie das Konzert aussah, sondern wie es sich anfühlte, mittendrin zu stehen.
Diese Serie verdichtet vier Konzerte zu einer einzigen Erzählung.

Ansa Sauermann brings German lyrics to the stage that oscillate between tenderness and rage, backed by a band that can shift from a whisper to a frenzy at any moment. I had the opportunity to accompany him on his Swiss tour and was there with my camera in Bern, Basel, and Zurich.

Every evening had its own light and its own energy. What remained was the intimacy. Sauermann seeks eye contact, opens up to the audience, and that’s exactly where the images I love emerge. The moment just before the loud chorus. The hand reaching for the microphone stand. The silence between two songs, when you can hear the entire hall breathing.
For me, light is a tool, not an obstacle. I wait for the spotlight, the backlight, the colored beam, and build the image around that moment. I’m interested in the energy, the movement, the outburst, and I photograph up close, as part of the action. So these images don’t show what the concert looked like, but how it felt to be right in the middle of it.
This series condenses four concerts into a single narrative.

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